8.000 Genossenschaften: Stärkste Wirtschaftsorganisation in Deutschland



1849 wurde in der sächsischen Kleinstadt Delitzsch,   heute eine unserer Zukunftskommunen, die erste Genossenschaft Deutschlands gegründet. Von Hermann Schulze-Delitzsch, der diesen Namen aus Verbundenheit zu seiner Heimatstadt annahm.

Was motivierte ihn dazu?   Die Delitzscher Schuhmacher und Tischler litten unter Massenfertigung in den Fabriken und hatten mit enormem Preisdruck zu tun. Sie konnten ihre Produkte kaum noch verkaufen und wussten nicht mehr, wovon sie leben sollten.

Die erste Tischler- und Schuhmacher-Assoziation war eine Einkaufsgenossenschaft.  Gemeinsam erstandene Rohstoffe erlaubte es den Handwerkern, günstiger zu produzieren.

In gleichem Geist agierte zur gleichen Zeit Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Westerwald. Er organisierte die Kreditvergabe für Landwirte und wurde für die ländlichen Genossenschaften zum Wegbereiter.

Heute gibt es im Land 8.000 Konsum-, Wohnungs,- und  Energiegenossenschaften, Einkaufs,- Bank- und landwirtschaftliche Genossenschaften. Sogar Zeitungen, Schulen und Krankenhäuser sind als Genossenschaft organisiert. Die Idee, die Gewinne bei den Erzeugern oder Nutzern zu belassen, ist attraktiv in Zeiten, in denen die Lücke zwischen arm und reich immer größer wird.

So können wir auf unserem Weg aus der aktuellen Multikrise aus einem breiten Optionsfeld schöpfen: der 160 jährigen Tradition der Genossenschaftsbewegung, wie auch den neueren gleichsinnigen Strömungen von   Gemeinwohlökonomie,   Open Source Commons Praktiken oder   CSX. Der gemeinsame Nenner scheint mir die Regionalisierung unseres Wirtschaftens zu sein.

Beste Grüße nach Delitzsch, lieber Dr. Wilde und in den Kreis der Zukunftskommunen

Ihr Peter Schmuck

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