Zukunftskommune Bad Berleburg: Wie Natur und Kultur zusammenkommen können

Die winterliche Abendsonne schien in das bewaldete Bergland, in dem hie und da in den Tälern Kirchturmspitzen aufragten, und verlieh den Kiefernwäldern an den Hängen einen goldroten Schein…

Was wie der Beginn einer schönen Erzählung klingt, findet sich inmitten unseres Landes, im Rothaargebirge: 23 meist kleine Ortschaften, geschart um den Hauptort Bad Berleburg, dessen Mitte eine kleine Altstadt mit einem Schloss auf einem Hügel markiert. Hier kann man sich anschauen, wie etwa 20.000 Menschen Natur und Kultur so in Balance bringen, wie es in den Köpfen vieler Menschen unseres Landes noch als undenkbar gilt: Hier geht die Auswilderung von Wisenten – ein in Europa einzigartiges Projekt – Hand in Hand mit der Bewahrung lokaler Tradition und Kultur in 200 hier ansässigen Vereinen sowie einer florierenden zukunftsorientierten Klima- Wirtschafts- und Sozialpolitik. Ich fragte Bürgermeister Fuhrmann nach dem Geheimnis des Erfolgs. Er brachte es auf den Punkt:

Wir VERWALTEN hier nicht, wir GESTALTEN unser Leben und unsere Zukunft. Was andernorts, in Wissenschaft und „VERWALTUNG“ mit sperrigen Worten wie „PARTIZIPATION“ theoretisch durchdekliniert wird, macht Bürgermeister Fuhrmann einfach und sehr praktisch: Er trifft sich jedes Jahr einmal in jedem der 23 Orte mit den Einwohnern und schaut wie es läuft und was man noch besser anpacken könnte.

„Wie geht es Ihnen bei dem, was Sie hier machen?“ Der Mann, der seit 16 Jahren die GESTALTUNG der Kommune voranbringt, sagt nachdenklich und schmunzelnd: „Was kann es schöneres geben, als gemeinsam um die guten Wege zu streiten und die dann umzusetzen? Es macht unheimlich Freude, zu diesem hohen Gut etwas beisteuern zu können.“




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