Überschuss EE-Strom speichern: Wasserstoff aus Markt Pfeffenhausen



Vielleicht wissen Sie das: Wenn unser Stromnetz bei gutem Wind keinen weiteren Strom aus Windanlagen aufnehmen kann, werden diese derzeit schlicht abgeschaltet. Weil man Fossil- und Nuklearkraftwerke nicht flexibel heruntersteuern kann. Wie finden Sie das? Zum Glück gibt es Ideen im Land, wie dieser Mißstand mit Bürgerkraft behoben werden kann:

Neben Chemnitz, Duisburg und einem norddeutschen Konsortium hat sich auch Markt Pfeffenhausen 2021 erfolgreich als Standort für ein nationales Wasserstoffzentrum beworben. Damit verbunden ist eine Bundesförderung von 72,5 Millionen Euro. Mit weiteren 30 Millionen Euro wird das Projekt vom Freistaat Bayern unterstützt. Der Erfolg der Bewerbung ist eng mit der Energiestrategie der Kommune verbunden. Die Gemeinde mit knapp über 5.000 Einwohner*innen bot sich aufgrund bereits vorhandener Erzeugungskapazitäten und weiterer in Planung befindlicher Projekte (beispielsweise eine 14 Megawatt starke Photovoltaik-Freiflächenanlage) einer lokalen Bürger*innen-Energiegenossenschaft als Standort an.

Die Transformation des Energiesystems schafft nicht nur Wertschöpfung vor Ort, sondern hilft auch die Lücke der Stromerzeugung zu schließen, die durch das Abschalten des in der Nachbarkommune gelegenen Atommeilers Isar II im Dezember entstehen wird. Gleichzeitig beugt die Kopplung der Erneuerbaren-Energien-Anlagen an den geplanten Elektrolyseur der Abregelung der Anlagen vor, wenn das lokale Stromnetz an sonnen- oder windreichen Tagen keinen zusätzlichen Strom aufnehmen kann. „Markt Pfeffenhausen zeigt eindrucksvoll, wie Investitionen in klimafreundliche Energien den Strukturwandel in ländlichen Regionen positiv gestalten können“, sagt Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Nicht das Festhalten an Technologien aus dem vergangenen Jahrhundert, sondern das Ergreifen von Chancen zur Mitgestaltung eines erneuerbaren Energiesystems ist gefragt, um den Herausforderungen der kommenden Jahre zu begegnen.“

Woran man sicherlich noch weiter tüfteln kann ist die Frage, wo PV-Anlagen im Gesamt-EE System ihren optimalen Standort finden. Solange es landwirtschaftlich ungenutzte Flächen wie Dächer, Deponien, Straßenwälle gibt: Sollten wir diese priorisieren, anstatt PV Anlagen auf Ackerland zu plazieren?

Bild- und Textquelle sowie Details finden Sie hier.




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