Lebensmittel zur Selbstversorgung anbauen. Wie das seit 169 Jahren in Deutschland praktiziert wird



In Schleswig Holstein befinden sich im  Gebiet der Stadt Meldorf 92 Gartenparzellen mit 4,7 Hektar Gartenland im Eigentum eines örtlichen Vereins.  Ein Drittel der GartenbesitzerInnen sind Frauen, zwei Drittel Männer. Sie erwerben die Nutzungsrechte  vom Verein, dessen Landeigentum sie gemeinsam verwalten.

Der Grunderwerbsverein zu Meldorf e.V. wurde 1851 gegründet, damit Hunger leidende Menschen Lebensmittel  zur Selbstversorgung anbauen können. Die Satzung des Vereins, nach der  „Menschen aller Stände“ das gleiche Recht erhalten, Gartenbau und Tierhaltung zu betreiben, hat bis heute Gültigkeit.

Es gibt hier auch eine vereinseigene Streuobstwiese, Partnerschaften mit der Anglerjugend, der Arbeiterwohlfahrt, den Pfadfindern, dem BUND und dem Berufsbildungszentrum.

Eine funktionierende Rechtsform, mit Leben prall gefüllt, die als Option für eine gemeinschaftliche dezentrale Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln dienen kann. Nach den schlimmen Nachrichten aus industrialisiert betriebener Landwirtschaft eine gute Botschaft.   Genauere Informationen hier.

Und eine Bitte der MeldorferInnen leite ich gern in die Runde: „Wir suchen Jura- oder Geschichts-Studentinnen oder -Studenten, die sich in Seminar- oder Examensar­beiten mit der Entstehung unseres Gartenvereins und der in Deutschland einmaligen Eigentumsverfassung befassen möchten. Bit­te geben Sie diese Info an alle Ihre Freunde und Bekann­ten weiter.“  Details hier.

Danke für die Information zu diesem Projekt, Michael Vogelsang – und allen MeldorferInnen gutes Gelingen weiter – Ihr Peter Schmuck

 




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