Ein Jahr – 50 Zukunftskommunen: Pressemitteilung



Im vergangenen Jahr sind viele Dinge passiert, von denen am 1. Juni 2018, als unsere Seite freigeschaltet wurde, kaum jemand zu träumen wagte.

  • Im August sass ein Mädchen in Stockholm mit einem Plakat vor dem schwedischen Parlament: „Skolstrejk för klimatet“. Kürzlich waren Menschen in über 100 Ländern unseres Planeten auf der Straße für das Klima.
  • Über 23.000 Wissenschaftler schlossen sich der Allianz für die Erhaltung des Klimas an. Auch Eltern, Journalisten, Bürgermeister, Studenten sind auf dem Weg, die Anliegen unserer Kinder und Enkel zu unterstützen.
  • Beim Kohleausstieg, am 1. Juni 2018 noch nebulös in weiter Ferne liegend, wird seit dem 18. Januar 2019 nicht mehr debattiert, ob er kommen wird, sondern ob er 2030 oder 2038 abzuschließen ist.
  • Die 1989er Regierungen des Ostblocks ignorierten seinerzeit den „Wind of Change“. Die Geschichte hat sie weggefegt.
  • Kluge Regierungen, die deren Schicksal nicht teilen mögen, werden nun sehr schnell handeln.
  • Und bis dahin handeln wir. In Deutschland kann sich heute jeder Mensch auf unserer Plattform informieren, wo die nächstgelegene Zukunftskommune ist.
  • In etwa einer Reisestunde ist von jedem Ort unseres Landes eine dieser Kommunen erreichbar, wo die Menschen gerne zeigen, wie die Zukunft unserer Kommunen ökologisch, fair und attraktiv gestaltet werden kann.

Wir rufen alle Akteure in den Zukunftskommunen auf, die Pressemitteilung unten in den lokalen Medien zu verbreiten. Gerne angereichert um die tollen Entwicklungen und Neuigkeiten in Ihrer Zukunftskommune.

Gutes Gelingen wünscht Ihnen weiterhin im Namen des Teams

Ihr Peter Schmuck


Muster-Pressemitteilung

Zukunftskommunen. Wo ökologische Kreislaufwirtschaft, soziale Fairness und Bildung für die postfossile Zeit zusammenkommen

In vielen Gemeinschaften, Gemeinden und Städten unseres Landes haben sich BürgerInnen mit Verwaltung und der zuständigen Lokalpolitik auf den Weg gemacht, mit postfossiler und fairer Kreislaufwirtschaft attraktive Wohn- und Lebensbedingungen auf den Weg zu bringen. Ein Team von WissenschaftlerInnen aus Göttingen, Stuttgart und Berlin hatte von 2016 bis 2019 über Mittel aus dem BMBF Förderprogramm „Kommunen Innovativ“ die Möglichkeit, diesen Prozess zu unterstützen, zu dokumentieren und die Resultate im Internet für Interessierte bereitzustellen, um die kommunale Nachhaltigkeitstransformation voranzubringen.

Die Plattform www.zukunftskommunen.de beschreibt 50 Kommunen mit jeweils mindestens drei kommunalen Erfolgen sowie konkrete Möglichkeiten, solche Erfolge auf den Weg zu bringen.

Die 50 im gesamten Bundesgebiet verteilten Kommunen sind auf einer Landkarte ersichtlich. Von jedem Ort unseres Landes aus kann eine der Zukunftskommunen in maximal 100 km Enfernung erreicht werden. Die Nutzer der Plattform können über die Eingabe ihres Standortes erfahren, welche der Zukunftskommunen sich in der eigenen Region befinden – mit km Angabe der Distanz. Jede dieser Kommunen ist in Wort und Bild mit den wesentlichen Informationen zum Stand des Umbaus sowie zum Ansprechpartner charakterisiert.

Die derzeit auf der Plattform dargestellten 167 kommunalen Erfolge, welche in den 50 Kommunen besichtigt werden können, sind jeweils durch harte Fakten, Angaben zur Entstehungsgeschichte sowie Erfolgsfaktoren kurz skizziert – und wiederum sind jeweils auskunftsbereite Ansprechpartner genannt. Die Erfolge sind jeweils unter den Kommunen angeführt und lassen sich so „durchblättern“. Interessieren sich Nutzer der Plattform jedoch für bestimmte Aspekte der kommunalen Nachhaltigkeitstransformation, können sie auch gezielt nach einzelnen Transformationsbereichen suchen. In dem Fall bekommen Sie – wiederum mit Enfernungsangabe zum eigenen Standort – die interessierenden kommunalen Erfolge angezeigt. So lassen sich im Bereich Bildung 46 Lehrpfade auffinden, welche Umwelt- oder Energieaspekte aufgreifen, 67 umgesetzte Umweltbildungsprojekte und 12 Umwelttrainerprojekte, bei denen eigens ausgebildete Ehrenamtler ökologische Zusammenhänge vermitteln. Im Bereich Kreislaufwirtschaft sind die Erfolge nach folgenden Aspekten auffindbar: Regionale Kreisläufe (87 Fälle), verpackungsfreie Verteilung (13), Verwendung von Natur-Baustoffen (17), Recycling endlicher Ressourcen (8), Bio-Landwirtschaft (27), Anbau und Nutzung nachwachsender Rohstoffe (18), Solar-Mobilität (9), Produktion von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie (11) und Erzeugung erneuerbarer Energie (65).  Der Bereich natürliche Vielfalt ist folgendermaßen gegliedert: Null-Emission (47), Naturschutz (37), Ressourcenschutz (50), Klimaschutz (66), Permakultur (17) und Erhaltung von Biodiversität (17). Die Untergliederung der erfolgreichen Gemeinschaftsprojekte lautet: Miteinander aller Bevölkerungsgruppen (94), Integration und Inklusion (37), Generationennetzwerk (51), Genossenschaften (12), Rekommunalisierung von Infrastruktur (14), lokale Währung (4) sowie Tauschen und Schenken (18).

Auch eine Funktion „freie Suche“ kann verwendet werden, über die z.B ein Bildungszentrum mit Solareis-Erdspeicher in Wiernsheim oder E-Radlader im städtischen Recyclinghof von Sankt Wendel aufgefunden werden können.

Weiterhin beinhaltet die Plattform Tipps, wie die Beteiligungskultur in Kommunen gezielt unterstützt werden kann. 17 sog. „Tools“ werden beschrieben, welche in verschiedenen Projekt-Phasen die Beteiligung bei Planung und Umsetzung kommunaler Nachaltigkeitsprojekte erleichtern können.

Ein Blog informiert über den politischen und geografischen Kontext, in dem die Transformation in unseren Kommunen stattfindet. Auch hier lassen sich beim Blättern oder durch die Suchfunktion spannende Informationen, etwa zu Arbeitsplätzen in der EE-Industrie, zu Subventionen der Fossil-Energie oder zum Besuch des holländischen Königshauses in der Zukunftskommune Bollewick finden. Viel Freude beim Blättern und Stöbern!

 

 

 





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