17.000 Menschen organisieren eigenen Lebensmittelhandel als Genossenschaft



Die   Park Slope Food Coop   ist  eine der ältesten und größten Genossenschaften, welche die Versorgung ihrer Mitglieder mit Lebensmitteln organisiert.  Sie wurde 1973 in New Yorks Stadtteil Brooklyn gegründet und hat heute 17.000 Mitglieder.

Was ist daran attraktiv für die Menschen in der Genossenschaft? Ganz einfach: Die Waren sind deutlich günstiger zu haben als in Supermarkt-Ketten. Während   Supermärkte 26% bis 100% auf den Großhandelspreis aufschlagen   (zu gut Deutsch: Im Supermarkt bezahlen wir bis zum Doppelten des Großmarktpreises), schlägt die Genossenschaft nur 21% auf die Großhandelspreise. Dies wird möglich durch kostenneutrale Mitarbeit aller GenossInnen in dem Markt. Und zwar zwei Stunden und 45 Minuten pro Monat pro Mitglied.

Nun kann man ausrechnen, wieviel Geld pro Monat man im Supermarkt lässt – und schauen, ob die knapp drei Stunden Mitarbeit die Preisdifferenz rechtfertigen.

Doch als Psychologe scheint mir ein anderer Aspekt wichtiger: Die gemeinschaftliche Organisation unserer Lebensvollzüge macht uns weniger abhängig von zentral organisierten Marktketten, auf deren Preise, Angebote und Produktauswahl wir wenig Einfluss nehmen können. Das fühlt sich gut an und gibt Sicherheit. Und mit Menschen der eigenen Region gemeinsam etwas anzupacken, macht vielleicht auch beim Lebensmittel-Handel Freude?

Grüße in die Runde – Ihr Peter Schmuck

Titelfoto-Quelle:   NYC GIS map




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