Marktplatz der Ideen

Quelle: Klaus Kleinschmidt

Der Marktplatz der Ideen ist eine offene Zusammenkunft von Bürgerinnen und Bürgern, um gemeinsam Ideen für die Kommune zu entwickeln und zu diskutieren. Wichtig ist, dass breit und kreativ eingeladen wird, dass die BürgerInnen sich willkommen fühlen und dass es im Anschluss einen Folgeprozess gibt, in dem die vielen Ideen geordnet, aussortiert und mit aktiven BürgerInnen zusammen umgesetzt werden.

Zusammenstehen und Reden

Der Marktplatz der Ideen eignet sich sehr gut, um Bürger*innen auf ungezwungene Art und Weise miteinander ins Gespräch zu bringen und neue (und alte) Ideen für die Kommune zu entwickeln. Der Marktplatz ist hier wörtlich zu nehmen. Er kann in einer größeren Halle, in einem Zelt oder bei gutem Wetter auch open air stattfinden. Am besten findet er zu einer Zeit statt, zu der viele Menschen können und an einem Ort, der den meisten Bürger*innen bekannt ist. Die Besucher*innen sollten kommen und gehen können, wann sie wollen, entsprechend offen muss die Veranstaltung gestaltet sein.

Der Marktplatz sollte als solcher auch erkennbar sein, d.h. er besteht aus mehreren Ständen, an denen Ideen eingebracht und (weiter)entwickelt werden. Diese können mit einer Pinnwand, Stehtischen und ausreichend Moderationskärtchen ausgestattet sein. Die Stände können ein bestimmtes Oberthema haben (z.B. „Gut leben im Alter“, „Integration von Flüchtlingen“ oder „Mehr regionale Lebensmittel für die Stadt“), so dass sich die Besucher*innen die Thementische aussuchen können, die sie am meisten interessieren. Zusätzlich sollte es 1-2 Stände mit ganz offenen Themenstellungen geben, damit auch wirklich alle Ideen eingesammelt werden können. Zur Orientierung bekommen die Besucher*innen zu Beginn einen „Laufzettel“ in die Hand gedrückt oder werden auf eine entsprechende Übersichtspinnwand verwiesen.

An den Thementischen stehen jeweils Moderator*innen, die die geäußerten Ideen auf Kärtchen festhalten und möglichst sortiert auf die Pinnwand anbringen, damit Leute, die später kommen, sehen können, was schon vorher besprochen wurde. Ganz wichtig: Es sollten Kontaktlisten bereitliegen, in denen sich die Besucher*innen eintragen können, wenn sie in dem Folgeprozess weiter involviert sein wollen oder darüber informiert werden möchten. Am Ende werden die Ideen geclustert, ausgewertet und dokumentiert. Spannend ist es, herauszufinden, ob zwischen den verschiedenen Themenbereichen Querverbindungen und Synergien vorhanden sind, auf die man aufbauen kann. Nach dem Marktplatz der Ideen können dann Gruppen aus Bürger*innen gebildet werden, die an einzelnen Ideen arbeiten und sie zur Umsetzung bringen, möglichst mit Unterstützung der Stadtverwaltung.

Kommunen, die dieses Tool angewendet haben:

Kommune Treuenbrietzen
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